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Offener Brief an Joachim Lutz (Jurist)


Anschreiben

Bisher ohne Antwort
Position unklar
Peter-Alexander von der Marwitz

Betreff: Maskenbeschaffung des Bundes – offener Brief und Bitte um Ihre Erfahrungen

Datum: Mo., 10. Aug. 2026, 18:07 Uhr

Von: Peter-Alexander von der Marwitz

An: Joachim Lutz

Sehr geehrter Herr Lutz,

im Rahmen meiner Beschäftigung mit der Maskenbeschaffung des Bundes bin ich auch auf Ihren jahrelangen Rechtsstreit mit dem Bundesgesundheitsministerium aufmerksam geworden.

Ich fordere inzwischen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Maskenbeschaffung des Bundes. Dabei geht es mir ausdrücklich nicht darum, Jens Spahn oder andere Beteiligte vorzuverurteilen. Meine zentrale Frage lautet: Wer wusste wann was – und wer entschied anschließend was?

Nach BT-Drs. 21/1514 wurden inzwischen rund 120 Vergleiche bzw. Klarstellungsvereinbarungen im Zusammenhang mit den Open-House-Verfahren geschlossen und rund 390 Mio. Euro gezahlt. Den Streitwert der damals noch anhängigen Open-House-Verfahren bezifferte die Bundesregierung auf rund 2,3 Mrd. Euro.

Am 16. September 2026 verhandelt der Bundesgerichtshof zudem vier grundsätzliche Maskenverfahren. Die Gerichte können klären, wer aus einem konkreten Vertrag wem Geld schuldet. Sie untersuchen jedoch nicht umfassend, wie das Beschaffungssystem politisch und administrativ entstand.

Deshalb würde mich besonders interessieren: Welche Vorgänge aus Ihrer eigenen Erfahrung mit dem BMG müssten aus Ihrer Sicht in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufgeklärt werden?

Meinen offenen Brief füge ich Ihnen bei.

Mit freundlichen Grüßen
Peter-Alexander von der Marwitz


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Zur Person / Organisation

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Joachim Lutz
Maskenlieferant, Rechtsstreit gegen das Bundesgesundheitsministerium

Joachim Lutz führt einen jahrelangen Rechtsstreit mit dem Bundesgesundheitsministerium im Zusammenhang mit der Maskenbeschaffung 2020. Er stellte der Redaktion mehrere Gerichtsurteile und Preisunterlagen zur Verfügung (s. Dokumente & Quellen).

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