Zur Person / Organisation
Joachim Lutz (Lutz Import-Export) steht seit Jahren in einem Rechtsstreit mit dem Bundesgesundheitsministerium im Zusammenhang mit der Maskenbeschaffung.
Kontaktdaten / Webseite
Firmen-Website laut E-Mail-Domäne: lutz-import-export.com (nicht weiter verifiziert).
Anschreiben / Anfrage
Betreff: Maskenbeschaffung des Bundes – offener Brief und Bitte um Ihre Erfahrungen
Datum: Mon, 10 Aug 2026 18:07:13 +0200
Von: Peter-Alexander von der Marwitz
An: Joachim Lutz (Lutz Import-Export)
Sehr geehrter Herr Lutz,
im Rahmen meiner Beschäftigung mit der Maskenbeschaffung des Bundes bin ich auch auf Ihren jahrelangen Rechtsstreit mit dem Bundesgesundheitsministerium aufmerksam geworden.
Ich fordere inzwischen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Maskenbeschaffung des Bundes.
Dabei geht es mir ausdrücklich nicht darum, Jens Spahn oder andere Beteiligte vorzuverurteilen. Meine zentrale Frage lautet:
Wer wusste wann was – und wer entschied anschließend was?
Aus meiner früheren eigenen Erfahrung mit einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss habe ich gelernt, dass komplexe Vorgänge häufig erst verständlich werden, wenn Akten, Zeitabläufe und Aussagen der unmittelbar Beteiligten zusammengeführt werden.
Gerade deshalb interessiert mich Ihre Perspektive.
Nach BT-Drs. 21/1514 wurden inzwischen rund 120 Vergleiche bzw. Klarstellungsvereinbarungen im Zusammenhang mit den Open-House-Verfahren geschlossen und rund 390 Mio. Euro gezahlt. Den Streitwert der damals noch anhängigen Open-House-Verfahren bezifferte die Bundesregierung auf rund 2,3 Mrd. Euro.
Am 16. September 2026 verhandelt der Bundesgerichtshof zudem vier grundsätzliche Maskenverfahren.
Die Gerichte können klären, wer aus einem konkreten Vertrag wem Geld schuldet. Sie untersuchen jedoch nicht umfassend, wie das Beschaffungssystem politisch und administrativ entstand, wer welche Entscheidungen traf, wann Probleme erkannt wurden und wie anschließend mit den Lieferanten umgegangen wurde.
Deshalb würde mich besonders interessieren:
Welche Vorgänge aus Ihrer eigenen Erfahrung mit dem BMG müssten aus Ihrer Sicht in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufgeklärt werden?
Falls Sie über Schriftverkehr, Entscheidungen oder andere Unterlagen verfügen, die bestimmte Abläufe nachvollziehbar machen und die Sie zur Verfügung stellen dürfen, wäre auch das für meine Dokumentation sehr interessant.
Meinen offenen Brief füge ich Ihnen bei.
Über einen Austausch würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Peter-Alexander von der Marwitz
Anlagen
- BGH-Maskenverfahren_Chronologie_16-09-2026.pdf
- Offener_Brief_Maskenbeschaffung_Aktualisierung_BT_Drs_21_1514.pdf
