Prüfinstitute lehnen Prüfung nach chinesischem Standard ab

DEKRA sagt eine Anfrage zur Prüfung nach GB2626-2006 ab (20.05.) – der Standard liegt dort nicht einmal in englischer Sprache vor. Das IFA erklärt am 22.05., nicht nach GB2626 prüfen zu können und keine andere Prüfstelle dafür zu kennen – obwohl DEKRA und IFA gemeinsam den CPA-Prüfgrundsatz entwickelt hatten. Am 25.05. sagen auch ZLS und … Weiterlesen

BMWi – 20.05.2020

Überarbeitete Förderrichtlinie führt die Module 4.2 „kurzfristig verfügbare Anlagen“ und 4.3 „innovative Anlagen“ aus und ersetzt die Fassung vom 27.04.2020.

Verkürzte Prüfung ohne festgelegten Standard

Im Rahmen des Open-House-Verfahrens angelieferte Masken werden einer nochmals verkürzten Prüfung „in Anlehnung an“ den CPA-Prüfgrundsatz Rev. 1 unterzogen. Art und Umfang dieser Prüfung sind zu diesem Zeitpunkt nirgends nachvollziehbar dokumentiert und wurden den Vertragspartnern im Open-House-Verfahren nicht kommuniziert. Eine nachträgliche Legitimation erfolgt erst im Juni 2021.

Open-House-Verfahren mit Festpreis und kurzem Lieferfenster

Das BMG bot standardisierte Verträge an: Wer die Bedingungen erfüllte und fristgerecht lieferte, konnte verkaufen. Der Festpreis lag bei 4,50 Euro je FFP2-Maske. Das Verfahren erzeugte sehr viele Verträge und Abnahmeangebote; später entstanden Qualitäts-, Abnahme- und Gerichtsprobleme.

Vertraglicher Fixtermin 30. April trotz bekannter Logistikprobleme

Der 30. April 2020 bleibt formal der vertragliche Fixtermin des Open-House-Verfahrens, obwohl seit mindestens 22. April intern bekannt war, dass nicht alle angebotenen Lieferungen bis zu diesem Termin logistisch bewältigt werden können. Am 29. und 30. April laufen weiterhin große Anlieferungen, ohne dass eine Auslieferung möglich ist.

EU / Deutschland – 29.04.2020

Die EU-Kommission genehmigt die deutsche Rahmenregelung für Forschung, Erprobung und Herstellung coronarelevanter Produkte.

BMWi – 27.04.2020

Erste Förderrichtlinie für Produktionsanlagen von PSA/Vorprodukten, Schwerpunkt zunächst insbesondere Filtervlies.

BMG erwartet Großlieferungen trotz bekannter Auslieferungssperre

Am 26. April 2020 ist dem BMG bekannt, dass Lieferanten den Fixtermin ausnutzen: Für den 28., 29. und 30. April werden große Warenlieferungen erwartet. Gleichzeitig steht bereits fest, dass am 29. und 30. April keine Auslieferungen aus den Lagern erfolgen können – die neu angelieferte Ware kann also nur den Zwischenbestand erhöhen, nicht abfließen.

BMG erfragt tatsächliche Liefermenge: 609 statt über 1 Milliarde Masken

Am 23. April 2020 fragt das BMG bei den Lieferanten ab, wie viel tatsächlich noch angeliefert werden soll. Ergebnis: maximal 355 Millionen FFP2- und 254 Millionen OP-Masken, zusammen 609 Millionen Masken – deutlich weniger als die theoretischen über 1,05 Milliarden Masken aus den ursprünglichen Angeboten, aber weiterhin eine enorme Menge.

Fiege kann Anlieferungen bis 30. April nachweislich nicht bewältigen

Spätestens am 22. April 2020 wird intern festgestellt, dass Fiege die angebotenen Anlieferungen bis zum vertraglichen Fixtermin 30. April logistisch nicht bewältigen kann. EY erstellt daraufhin eine Kommunikationslinie für Fiege; rechtzeitig avisierende, lieferfähige Anbieter sollen gegebenenfalls Termine im Mai erhalten. Der vertragliche Fixtermin selbst wird zu diesem Zeitpunkt nicht offiziell verschoben.